Nanaskop

ich und meine Welt

Ein Nachmittag auf der Rheinkirmes

Juli22

IMG_0051
Letzten Samstag war es endlich so weit! Die größte Kirmes am Rhein hat wieder angefangen. 9 Tage lang können sich nun Groß und Klein durch allerlei Süßigkeiten schlemmen und danach auf diversen Fahrgeschäften ihren Magen auf die Probe stellen.
Auch ich/wir haben es uns nicht nehmen lassen einen Blick auf dieses Spektakel zu werfen. Noch vor der offiziellen Eröffnung um 15 Uhr betraten wir das noch nicht allzu volle Gelände gegenüber der Rheinuferpromenade. Schon Tage zuvor hat man beobachten können wie wagemutige Menschen in Schwindel erregenden Höhen Riesenrad und Wasserbahn zusammenschustern. Und nun fuhren sie auch endlich. Jedoch ließen wir alle Fahrgeschäfte erst einmal hinter uns, auch wenn der Blick auf die Preistafeln uns erfreute. Sind doch die Preise gegenüber dem letzten Jahr wesentlich humaner. Schließlich waren wir ja her gekommen um die obligatorische Zuckerwatte und einen Backfisch zu essen.
Als mein Blick auf den “Break Dance” fiel, überkam es mich dann allerdings doch. Zuckerwatte hin – Backfisch her … Schwupp – ich war wieder 15 Jahre alt (solcherlei Verjüngungserscheinungen sind in meinem Alter häufig – kann es die Sehnsucht sein nach dieser unbeschwerten Zeit???) In freudiger Erwartung auf die nun bevorstehenden Schleudertour ging ich an das Kassenhäuschen und sagte: “1 Chip, bitte!” Für 2,50 Euro bekam ich sie dann, meine endgültige Fahrkarte zurück in die 90er. Aufgeregt wie ein Teenie erklomm ich das Fahrgeschäft. Und dann kam er, der Moment in dem ich einsteigen durfte :) – welch eine Freude. Ab ging die Fahrt in das kurzweilige Vergnügen. Minuten voller Spaß und Lachkrämpfen vergingen und noch ne Runde und noch ne Runde … doch irgendwann merkte ich – “ohhh – ich bin keine 15 mehr – mein Magen – es reicht!” – und noch ne Runde und noch ne Runde … “und noch eine Extrarunde weil ihr alle so gut drauf seid!” – Nach einigen Minuten Zeitreise in die Vergangenheit und wieder zurück war die Fahrt zuende. Leicht benommen und nicht ganz so sicher auf den Beinen wie zuvor schwankte ich vom Fahrgeschäft. Man berichtete mir: ” wurdest ja ganz schön bleich um die Nase!” – Nun, ich bin halt doch keine 15 mehr – und einen ganzen Nachmittag könnte ich nun auch nicht mehr auf dem Ding verbringen.
Noch etwas wackelig und mit einem nicht zu verleugnenden flauen Gefühl in der Magengegend ging es nun weiter über das sich füllende Gelände. Vorbei an sämtlichen Süßigkeiten und anderem Fressalien. So gerne wollte ich noch etwas Leckeres haben, würde jedoch mein Magen mir diesen jugendlichen Leichtsinn verzeihen?
Eine Backfisch sollte die Probe darstellen, – er schmeckte hervorragend, schön fettig und triefend von Remouladensauce. Eine halbe Stunde später und eine Zuckerwatte in der Hand verließen wir glücklich und zufrieden das Gelände und hielten für uns fest: Es hat sich gelohnt und wir hatten viel Spaß.

posted under Düsseldorf, my life

Email will not be published

Website example

Your Comment: