Nanaskop

ich und meine Welt

Zuckerwatte x 2

Juli29

Abschied von der Kirmes am Samstag: Nachdem wir es leider am Freitag Abend nicht zum Feuerwerk der Rheinwiesenkirmes schafften (Müdigkeit), sind wir am Samstag, trotz unbeständigen Wetters, ein weiteres mal auf die Festwiese gewandert. Schließlich “wollte” ich doch noch eine Zuckerwatte zum Abschied von der Kirmes bekommen.  Kurzzeitig schwankte ich um auf  “ich will ein Kirmeseis” … ließ mich dann aber doch überzeugen auf den Salmonellenbomber zu Gunsten von gebrannten Mandeln UND Zuckerwatte zu verzichten.  Ich bestellte mir an einer der unzähligen Buden die Mandeln und die Zuckerwatte. Bekam beides in die Hand gedrückt und hatte nun das Problem: keine Hand mehr frei für das Wechselgeld!!! Ohne zu überlegen (grober Fehler) drückte ich meinem Schatz die Zuckerwatte in die Hand um die Mandeln in die Tasche zu packen und das Wechselgeld ins Portemonnaie zu stecken. Noch während ich damit beschäftig war, sah ich, wie mein Freund  von der Zuckerwatte Besitz ergriff und genüsslich begann sie zu vertilgen. Zu viel Freude machte mir das verschmitzte Grinsen in seinem Gesicht, so dass ich ihm gerne die Zuckerwatte überließ und mir eine neue bestellte.  Kurz darauf entstand das Bild unten :) .

Als Entschädigung für die “geklaute Zuckerwatte” gab es auf dem Heimweg einen kleinen Stopp an der Bar am Kaiserteich mit einem leckeren Milchkaffee mit viiiel Schaum.

Die nächste Kirmes kommt bestimmt, und wenn ich es solange nicht ohne Zuckerwatte aushalte … ich habe schon mal im Internet geschaut: kleine Zuckerwattemaschinen für Kindergeburtstage gibt es schon ab 22 Euro!

Zuckerwatte x 2

Grillen am Rhein

Juli22

Blick auf die Kirmes2

Bereits zum zweiten Mal in diesem Sommer waren wir in den vergangenen Tagen am Rhein grillen. Der kleine Strand hinter dem Medienhafen, der auch zum Planschen im mittlerweile wieder sauberen Rhein und zum Sonnenbaden einläd, ist ein recht idyllisches Plätzchen. Am Nachmittag treffen sich hier junge Leute und Familien zum Baden und zum “Ein-Tages-Kurz-Urlaub” .

Von hier ha man einen schönen Blick auf die Rheinuferpromenade und derzeit auch auf die Rheinkirmes.

Der Sand ist ok, die Sauberkeit lässt ein wenig zu wünschen über. Vielleicht würden ein paar von der Stadt aufgestellte Mülltonnen hier Abhilhe schaffen, oder zumindest ein kleines Schild als Apell an die Vernunft all derer, die den Strand nutzen.

Einige Feuerstellen, vor allem in den kleinen etwas abgeschirmten Lichtungen laden dazu ein es sich hier auch am Abend bei einem kleinen Lagerfeuer gemütlich zu machen. Dies nutzen vor allem am Wochenende wohl immer viele junge Leute.

Unter der Woche und am Nachmitag jedoch sind die sonst so begehrten Feuerstellen jedoch frei.

RippchenDies machten wir uns zu nutze und platzierten dort unseren kleinen Einweg-BBQ-Grill. Auf einer kleinen Decke machten wir es uns gemütlich, während auf dem Grill, der sehr einfach zu entflammen war, die Rippchen brutzelten.  Bei schönem Wetter mit viel Sonne bilde ich mir sogar ein dabei ein wenig braun geworden zu sein.

Die Rippchen wurden von Zeit zu Zeit liebevoll und voller Hingabe mit einer selbstgemachten Honig-Marinade überpinselt, in welcher sie zuvor bereits eine Nacht geschlummert hatten (Rezepte ohne Ende in Internet). Köstlich – und zuckersüß!

Mit einer kleinen Schüssel voll Wasser läßt sich der kleine praktische Grill nach dem Schlemmen leicht löschen, so dass man als umweltbewußter Mensch seinen Müll auch wieder mitnehmen und in der nächsten Tonne entsorgen kann.

Ein Nachmittag auf der Rheinkirmes

Juli22

IMG_0051
Letzten Samstag war es endlich so weit! Die größte Kirmes am Rhein hat wieder angefangen. 9 Tage lang können sich nun Groß und Klein durch allerlei Süßigkeiten schlemmen und danach auf diversen Fahrgeschäften ihren Magen auf die Probe stellen.
Auch ich/wir haben es uns nicht nehmen lassen einen Blick auf dieses Spektakel zu werfen. Noch vor der offiziellen Eröffnung um 15 Uhr betraten wir das noch nicht allzu volle Gelände gegenüber der Rheinuferpromenade. Schon Tage zuvor hat man beobachten können wie wagemutige Menschen in Schwindel erregenden Höhen Riesenrad und Wasserbahn zusammenschustern. Und nun fuhren sie auch endlich. Jedoch ließen wir alle Fahrgeschäfte erst einmal hinter uns, auch wenn der Blick auf die Preistafeln uns erfreute. Sind doch die Preise gegenüber dem letzten Jahr wesentlich humaner. Schließlich waren wir ja her gekommen um die obligatorische Zuckerwatte und einen Backfisch zu essen.
Als mein Blick auf den “Break Dance” fiel, überkam es mich dann allerdings doch. Zuckerwatte hin – Backfisch her … Schwupp – ich war wieder 15 Jahre alt (solcherlei Verjüngungserscheinungen sind in meinem Alter häufig – kann es die Sehnsucht sein nach dieser unbeschwerten Zeit???) In freudiger Erwartung auf die nun bevorstehenden Schleudertour ging ich an das Kassenhäuschen und sagte: “1 Chip, bitte!” Für 2,50 Euro bekam ich sie dann, meine endgültige Fahrkarte zurück in die 90er. Aufgeregt wie ein Teenie erklomm ich das Fahrgeschäft. Und dann kam er, der Moment in dem ich einsteigen durfte :) – welch eine Freude. Ab ging die Fahrt in das kurzweilige Vergnügen. Minuten voller Spaß und Lachkrämpfen vergingen und noch ne Runde und noch ne Runde … doch irgendwann merkte ich – “ohhh – ich bin keine 15 mehr – mein Magen – es reicht!” – und noch ne Runde und noch ne Runde … “und noch eine Extrarunde weil ihr alle so gut drauf seid!” – Nach einigen Minuten Zeitreise in die Vergangenheit und wieder zurück war die Fahrt zuende. Leicht benommen und nicht ganz so sicher auf den Beinen wie zuvor schwankte ich vom Fahrgeschäft. Man berichtete mir: ” wurdest ja ganz schön bleich um die Nase!” – Nun, ich bin halt doch keine 15 mehr – und einen ganzen Nachmittag könnte ich nun auch nicht mehr auf dem Ding verbringen.
Noch etwas wackelig und mit einem nicht zu verleugnenden flauen Gefühl in der Magengegend ging es nun weiter über das sich füllende Gelände. Vorbei an sämtlichen Süßigkeiten und anderem Fressalien. So gerne wollte ich noch etwas Leckeres haben, würde jedoch mein Magen mir diesen jugendlichen Leichtsinn verzeihen?
Eine Backfisch sollte die Probe darstellen, – er schmeckte hervorragend, schön fettig und triefend von Remouladensauce. Eine halbe Stunde später und eine Zuckerwatte in der Hand verließen wir glücklich und zufrieden das Gelände und hielten für uns fest: Es hat sich gelohnt und wir hatten viel Spaß.

Neulich im Löbbecke Museum

Juli11

Das Löbbecke Museum in Düsseldorf ist nicht eines der modernsten und auch nicht das didaktisch am besten aufbereitete Museum seiner Art. Aber man kann dort – wenn man sich Zeit lässt – schöne 2 – 2,5 Stunden verbringen. Und mit Nichtbiologen interessante Diskussionen über den Sinn und Unsinn der Klassifizierung nach Linné führen.

„Warum sind Schlammspringer Fische, wenn sie doch die meiste Zeit außerhalb des Wassers verbringen? Müssten es dann nicht Amphibien sein?“
Die Biologen unter uns werden sich sagen: Ganz einfach: Ich gehe den dichotomen Bestimmungsschlüssel durch oder ich schaue auf die Schlüsselmerkmale in denen sich die verschiedenen Wirbeltierklassen unterscheiden. Als Nichtbiologe jedoch sieht man das anders. Und schaut man sich lediglich die Lebensweise an, dann könnte man in der Tat auf die Idee kommen, diese besonderen Fische den Amphibien zuzuordnen.

Eins sei an dieser Stelle jedoch allen Nichtbiologen gesagt: Die Klassifizierung der Lebewesen nach Linné, wie sie bis heute gilt, ist die am logischsten und auch am einfachsten durchzuführende. Denn scheint es nicht plausibel, dass der Maulwurf und die Maulwurfsgrille keinerlei Verwandtschaft verbindet, auch wenn sie den gleichen Lebensraum haben und beide sich Gänge durch die Erde graben? Dennoch ist das eine ein Säugetier und das andere ein Insekt.

Aber nicht nur solcher Art interessanter Gespräche kommen hier auf. Man kann viele spannende Tiere entdecken und dies nicht nur in den zahlreichen Aquarien die teilweise sehr schön eingerichtet sind. Auch viele Reptilien, Amphibien und Insekten haben hier ein Heim und können von den Wissenshungrigen beobachtet werden. Und auch, wenn es hier keine spektakulären Arten gibt, die man sonst nirgendwo zu sehen bekommt, sondern eher die Standartarten, so macht es immer wieder Spaß die Tiere in ihren Biotopen zu finden (was auf Grund der Anpassung oft gar nicht so einfach ist) und über den Einfallsreichtum der Natur zu staunen.

Jedoch muss man zugeben, dass der Eintritt mit 6 Euro für Erwachsene und 4 Euro für Kinder und Ermäßigte für dieses doch relativ unmoderne Vergnügen und das recht angestaubt wirkende Ambiente teuer erscheint.
Aber man darf nicht vergessen, dass das Löbbecke Museum in der Form wie wir es heute kennen schon seit 1987 existiert und damals sehr innovativ war.

Fazit: Einen Besuch ist der Aquazoo in Düsseldorf auf jeden Fall wert, wenn man seine Ansprüche an didaktische und technische Aufbereitung sowie „Wow´s“ und „Ahh´s“ und „Ohh´s“ reduziert. Vergleiche mit dem L’Aquàrium Barcelona, dem Monterey Bay Aquarium oder anderen sind unangebracht und würden zu Enttäuschungen führen. Aber die liegen ja auch nicht in der Nachbarschaft.

Kurz um: Ich hatte Spaß und einen schönen Tag.